Podcast veröffentlichen – 10 Schritte zum eigenen Podcast Teil 8

Nun wird es ernst. Wir machen uns in diesem Teil meiner großen Artikelserie daran, den ersten eigenen Podcast zu veröffentlichen.

Wie es dabei mit dem Hosting aussieht, welches nützliche Podcast-Plugin ich empfehle und wie ihr den passenden Episodenartikel erstellt, erfahrt ihr im Folgenden.

Teile der Artikelserie
  1. Was ist ein Podcast und was bringt dieser?
  2. Podcast-Thema finden
  3. Podcast-Planung
  4. Das passende Mikrofon & wichtiges Zubehör
  5. So planst du deine erste Podcast-Episode
  6. So nimmst du deine erste Episode auf
  7. Erste Episode bearbeiten
  8. Podcast veröffentlichen
  9. So findest du viele Hörer für deinen Podcast
  10. Mit dem Podcast Geld verdienen

Podcast veröffentlichen

Wenn du mit der ersten Epsiode deines Podcasts zufrieden bist (es muss nicht perfekt sein), möchtest du diese sicher veröffentlichen, damit möglichst viele Menschen diese hören können. Das ist allerdings nicht ganz so einfach.

Man sollte die Episoden eines Podcasts nicht einfach auf dem eigenen Blog oder der eigenen Website veröffentlichen. Der Grund dafür ist, dass die Dateien insgesamt zu groß werden können und der Hoster einem dann Probleme macht. Und was ist, wenn man gar keinen Blog oder keine Website hat? Hier kommt das Podcast-Hosting ins Spiel, auf dass ich weiter unten genauer eingehe.

Aber das ist nicht alles.

Wie bindet man die Audio-Datei (meist MP3) in einen Artikel ein und was für Informationen gehören da hinein? In diesem Zusammenhang gehe ich auf ein nützliches WordPress-Plugin ein, welches ich jedem Podcast-Anfänger empfehle.

Zu guter Letzt komme ich noch auf das Logo des eigenen Podcasts zu sprechen und erkläre, warum das recht wichtig ist.

Das richtige Podcast-Hosting

Wie schon oben angesprochen, sollte man die einzelnen Episoden des eigenen Podcasts nicht auf dem eigenen Webspace hosten. Solche Episoden haben im MP3-Format Dateigrößen von 20 MB bis über 100 MB. Der Speicherplatz ist dabei nicht das Problem, davon hat man meist mehr als genug.

Aber der Traffic, den der Download der Episoden verursacht, kann für Ärger sorgen. Wenn man irgendwann mal 1000 oder mehr Abonnenten hat, dann verursacht allein der Download einer neuen 50 MB Episode insgesamt 50 GB an Traffic. Und da ist noch gar nicht mitgerechnet, dass neue Abonnenten oft auch die älteren Episoden herunterladen.

Solch hoher Traffic kann den eigenen Blog in die Knie zwingen und Ärger mit dem Hoster bringen. Denn oft sind Download-Angebote bei normalen Webspace-Tarifen nicht erlaubt.

Deshalb empfehle ich ein spezielles Podcast-Hosting zu nutzen. Ich bin z.B. beim deutschen Anbieter Podcaster.de. Dieser Service bieten nicht nur Speicherplatz für wenig Geld an, sondern dort kann man auch Feeds anlegen und Episoden-Artikel erstellen.

Doch es gibt auch andere Möglichkeiten. So nutzen viele Podcaster Anbieter wie Libsyn oder Podigee, die ebenfalls speziell für Podcasts gedacht sind. Manch andere laden ihre Podcast-Episoden nur auf YouTube als Video hoch, was ich aber nicht empfehlen würde. Podcasts sind ja gerade deshalb so populär, weil sie heruntergeladen und unterwegs gehört werden können.

WordPress Podcast Podlover Plugin

In WordPress und vielen anderen Content Management Systemen kann man einfach den Link zur Audiodatei einbinden und dann wird automatisch ein kleiner Player eingebunden, der die Datei abspielen kann. Hier ein Beispiel mit einer Episode meines Brettspiel-Podcasts.

Wie ihr seht, ist der Player nicht toll, aber er macht zumindest, was er soll. Doch sonst nichts.

Viel besser ist da das Plugin Podlove Podcast Publisher, welches unter anderem einen schicken Podcast-Player mitbringt, der Zusatzinfos einbindet, Kapitelmarken anzeigt und mehr.

Diesen Player seht ihr z.B. in diesem Episoden-Artikel meines Brettspiel-Podcasts.

Neben dem schönen Player bietet das Plugin noch viele weitere Vorteile. So gibt es eine umfangreiche Podcast-Statistik, die genau anzeigt, wie oft die Episoden herunterladen wurden und welche Technik die Hörer z.B. nutzen.

Podlove Statistik

Zudem gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten, die dabei helfen, den Podcast optimal für die Hörer aufzubereiten.

Im Nachhinein auf dieses Plugin umzusteigen ist aufwendig. Deshalb empfehle ich von Anfang an darauf zu setzen, zumal es eine deutsche Entwicklung ist und der Support entsprechend einfach und hilfreich ist.

Zu diesem Plugin kommt nochmal ein extra Artikel, in dem ich genauer darauf eingehe.

Episoden-Artikel veröffentlichen

Der Player ist aber nicht alles, was man seinen Hörern bieten sollte. Das Podlove Plugin ermöglicht zudem das Anlegen von Episoden-Artikeln. Das sind spezielle Artikel, die extra für Podcast-Episoden gedacht sind.

Dort kann man zum einen diverse Angaben zur Podcast-Episode hinterlegen, wie Kapitelmarken und so weiter. Aber man kann hier natürlich auch ganz normal einen Text schreiben. Das ist durchaus wichtig, denn oft nennt man in einer Podcast-Episode andere Websites, empfiehlt Produkte oder ähnliches. Diese Shownotes sollte man auf jeden Fall im Episoden-Artikel hinterlegen.

Zudem liste ich auch nochmal extra die Kapitel im Text auf mit den genauen Zeitpunkten, falls ein Hörer eine App benutzt, die keine automatischen Kapitelmarken unterstützt.

Ich selber schreibe zudem auch noch einiges an Text, in dem ich die Inhalte der Episode anteasere und am Ende um Feedback und Bewertungen bitte. Mit mehr Text rankt so ein Artikel besser in Google und es kommen mehr Besucher zum eigenen Podcast.

Deshalb solltet ihr euch die Zeit nehmen und zu jeder Episode einen 200-300 Wörter langen Artikel verfassen, der die Inhalte zusammenfasst und weitere interessante Infos enthält. Das sollte einem eigentlich nicht schwer fallen, wenn man vorher die Episode selbst schon geplant hat. Ich mache mir für jede Episode vor der Aufnahme diverse Stichpunkte. Daraus macht sich dann leicht eine Episoden-Beschreibung.

Jede Episode sollte zudem ein Episoden-Cover haben. Das ist einfach eine Grafik, die für die jeweilige Episode erstellt wurde, so wie man oft für jeden Blog-Artikel eine Cover-Gafik erstellt.

Podcast veröffentlichen – 10 Schritte zum eigenen Podcast Teil 8Zu guter Letzt möchte ich noch kurz das Logo des eigenen Podcasts ansprechen.

Wenn man in einer Podcast-App durch die Podcasts scrollt, dann achtet man zwar auch auf den Namen der Podcasts, aber richtig ins Auge stechen die quadratischen Logos.

Deshalb solltet ihr unbedingt für euren eigenen Podcast ein Logo erstellen oder erstellen lassen und diesen nicht ohne Logo veröffentlichen. Schließlich sind wir nicht alle perfekt in solchen Design-Dingen.

Mikrofon- und Podcast-Tipps - Podcast LogoIch selber habe z.B. das Logo für den Podcast hier im Blog selbst erstellt, welches ihr links sehen könnt. Das ist keine große Designkunst, aber passend, wie ich finde.

Ein Logo kann man natürlich auch noch später ändern, aber gerade für den ersten Eindruck ist es schon recht wichtig. Deshalb ist es auch keine schlecht Idee ein paar Euro in die Hand zu nehmen, und z.B. über Fiverr ein paar Designentwürfe zu erhalten. Das ist nicht teuer, macht euren Podcast aber sofort einzigartig.

Die Größe des Logos wird vor allem von iTunes, oder Apple Podcasts, wie es jetzt heißt, vorgegeben. Das Logo sollte eine minimale Größe von 1400 x 1400 Pixeln haben und maximal 3000 x 3000 Pixel groß sein.

Als Dateiendung ist .jpg oder .png okay.

So geht es weiter

Nun ist der eigene Podcast also online und die Hörer können in Scharen kommen. Doch das tun sie nicht!

Als Podcaster muss man den eigenen Podcast nach dem Veröffentlichen vermarkten und dafür sorgen, dass die Leute ihn finden.

In den kommenden Episode geht es deshalb darum, wie man den Podcast bekannt macht und welche Apps und Tools dabei helfen.

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