So nimmst du deine erste Episode auf – 10 Schritte zum eigenen Podcast Teil 6

So nimmst du deine erste Episode auf – 10 Schritte zum eigenen Podcast Teil 6

Die Podcast-Vorbereitungen sind abgeschlossen und die erste Episode geplant. Nun geht es an die Aufnahme deiner ersten Episode.

In diesem sechsten Teil meiner Podcast-Artikelserie zeige ich dir, wie mein Aufnahme-Workflow aussieht, warum du dir eine Episoden-Vorlage erstellen solltest und worauf du achten musst.

Zudem gehe ich darauf ein, wie aufwändig die Podcast-Aufnahme ist und warum Routine so wichtig ist.

Teile der Artikelserie
  1. Was ist ein Podcast und was bringt dieser?
  2. Podcast-Thema finden
  3. Podcast-Planung
  4. Das passende Mikrofon & wichtiges Zubehör
  5. So planst du deine erste Podcast-Episode
  6. So nimmst du deine erste Episode auf
  7. Erste Episode bearbeiten
  8. Podcast veröffentlichen

Mein Aufnahme-Workflow für eine Podcast-Episode

Wie sieht mein Podcast-Aufnahme-Workflow aus? Wahrscheinlich genauso, wie bei vielen anderen Podcastern.

Nachdem ich die Episode geplant und mir Stichpunkte gemacht habe, öffne ich Audacity. Das ist das Aufnahmetool meiner Wahl, aber es gibt natürlich noch viele andere Software-Lösungen, die man ebenfalls nutzen kann.

In Audacity öffne ich anschließend die Vorlage-Datei für meinen Podcast. Warum es Sinn macht, so eine Vorlage zu nutzen, erläutere ich im nächsten Abschnitt noch genauer.

Die Vorlage speichere ich unter der aktuellen Episoden-Nummer ab, da ich ja nicht in der Vorlage selbst eine Aufnahme machen will.

Und nun geht es mit dem Intro los. Bei meinem Haupt-Podcast gibt es nach dem Intro eine kurze Musik und danach folgt der eigentliche Inhalt. Das Intro sorgt dafür, dass die Hörer in kurzer Zeit erfahren, was im Podcast behandelt wird.

Das hat sich bewährt und es ist auf jeden Fall besser, als einfach loszureden oder erstmal längere Musik zu spielen. Die Hörer haben keine Geduld und genauso wie bei YouTube sollte man deshalb im Intro kurz die Inhalte der Episode vorstellen.

Die Musik-Stücke habe ich derweil noch auf Stumm gestellt, da ich ja nicht will, dass diese bei der Aufnahme mit ausgegeben werden.

Anschließend nehme ich dann den Hauptteil des Podcasts auf. Dazu drücke ich einfach wieder auf Aufnahme und “arbeite” meine Stichpunkte ab. Bei den meisten Episoden nehme ich den Hauptteil in einem Stück auf. Nur wenn es wirklich mehrere separate Teile/Themen sind, mache ich zwischendurch eine Pause.

Podcast Aufnahme mit Audacity

Am Ende gibt es noch ein paar Infos, die ich immer gebe. Es geht um iTunes-Bewertungen, Kommentare und Abos. Und das war es dann.

Wie man sehen kann, in mein reiner Aufnahme-Workflow nicht kompliziert. Es steckt mehr Arbeit in der Vorbereitung der Episode (Teil 5 dieser Artikelserie) und der Nachberarbeitung (die ich im nächsten Teil behandeln werde).

Episoden-Vorlage nutzen

Ich habe in meinem Workflow die Episoden-Vorlage angesprochen. Diese ist nicht zwingend notwendig, aber hilfreich.

Zum einen habe ich in der Vorlage den Pegel meines Mikrofons eingestellt, so dass ich jede Episode mit dem selben Mikrofonpegel aufnehme. Das macht Sinn, um ein gleichbleibendes Hörerlebnis zu garantieren.

Es gibt leider Podcasts, die sich von Episode zu Episode anders anhören und das empfinde ich als unangenehm.

Zum anderen nutze ich in meinem Brettspiel-Podcast ein Musikstück nach dem Intro und am Ende des Podcasts. Diese beiden Musik-Abschnitte habe ich in der Vorlage bereits drin, so dass ich mich darum nicht jedes mal neu kümmern muss.

Andere Podcaster nehmen zudem die Hinweise auf iTunes, Kommentare und Abos einmal auf und bauen diesen Teil am Ende der Vorlage ein, damit sie das nicht jedesmal neu einsprechen müssen.

So eine Episoden-Vorlage kann also wirklich eines an Zeit sparen und eine gleichbleibende Qualität garantieren.

Die erste Episode – Druck und Spaß

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich die erste Episode für meinen Brettspiel-Podcast aufgenommen habe. Ich war sehr aufgeregt und wollte es möglichst perfekt machen.

Das hat aber nicht so richtig geklappt, was aber im Nachinein auch kein großes Problem ist. Man sollte natürlich schon versuchen auch in der ersten Episode eine gute Qualität zu erreichen. Schließlich beginnen viele neue Hörer mit der ersten Episode und wenn diese qualitativ schlecht ist, kündigen sie wieder ihr Abo.

Dennoch sollte man sich auch nicht zu sehr unter Druck setzen. Versprecher fallen einem selbst viel, viel stärker auf, als das bei den Hörern der Fall ist. Auch die berühmten “ääähhhsss” sind bei weiten nicht so nervig, wie man das selbst denkt.

Wichtig ist, dass ihr Spaß bei der Aufnahme habt. Und wenn ihr euch wirklich mal versprecht, dann lasst einfach eine kleine Pause und nehmt den letzten Teil nochmal auf. In der Nachbearbeitung schneiden wir diese Stelle dann raus.

Podcasten soll Spaß machen und wenn ihr selbst Spaß dabei habt, werden es auch die Zuhörer merken.

Aufwand und Routine

Als ich nach einer Pause wieder mit dem Podcasten begonnen habe, fand ich den gesamten Prozess sehr aufwändig. Von der Episoden-Planung, über die Aufnahme, bis hin zu Bearbeitung und Veröffentlichung. Es dauerte gefühlt ewig, bis ich mit einer Episode fertig war.

Doch das hat sich mit der Zeit gegeben. Man braucht zwar einige Schritte bis zur fertigen Podcast-Episode, aber wenn man regelmäßig neue Episoden aufnimmt, wird der Prozess mit jedem mal einfacher und schneller. Die einzelnen Maßnahmen gehen einem in Fleisch und Blut über und werden zur Routine.

Macht euch also nicht allzu viele Gedanken, wenn die Podcast-Aufnahme bei den ersten paar Episoden sehr aufwändig und anstrengend erscheint. Genauso wie beim Schreiben von Blog-Artikeln wird es mit der Zeit leichter und man wird auch schneller.

So geht es weiter

Im nächsten Teil geht es um die Nachbearbeitung der Podcast-Aufnahme. Warum ich das mache, was genau ich bearbeite und welche Tools ich dafür nutze, erfahrt ihr in gut 2 Wochen.

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