Co-Host Podcast - Tipps, Aufbau, Fehler, Beispiele und mehr

Co-Host Podcast – Tipps, Aufbau, Fehler, Beispiele … Podcast-Formate #2

Um nicht allein podcasten zu müssen, nehmen viele im Team Podcast-Episoden auf. Solche Co-Host Podcasts sind sehr weit verbreitet und viele der beliebstesten Podcasts fallen in diese Kategorie.

Was die Vorteile und Nachteile dieses Podcast-Formates sind und welche Beispiele es gibt, erfährst du im Folgenden.

Zudem schildere ich meine Erfahrungen und gebe praktische Tipps für die Aufnahme mit mehreren Personen, spreche Mikrofon-Empfehlungen aus und liste häufige Fehler auf, die man vermeiden sollte.

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Co-Host Podcast – Vorteile und Nachteile

Beim Co-Host Podcast handelt es sich wohl um das beliebteste Podcast-Format. In meinem Podcatcher sind die meisten abonnierten Podcasts in diesem Format.

Meist 2 oder 3 Personen nehmen hier zusammen eine Episode auf und sprechen über die Themen. Dabei gibt es auch Beispiele für noch mehr Personen, aber zu viele sind oft auch wieder schlecht, da es unübersichtlich wird und schlechter zu verfolgen für die Hörer.

Das Co-Host Podcast hat einige große Vorteile, was es so beliebt macht. Mehrere Personen sorgen einfach für mehr Abwechslung, als wenn man nur allein aufnimmt. Jeder bringt eine eigene Meinungen mit, was für interessante Diskussionen sorgt. Dadurch entsteht kein Monolog, sondern ein, im Idealfall, natürliches Gespräch. Auch der Humor kommt hier meist nicht zu kurz.

Zudem gibt es für die einzelnen Teilnehmer mehr Pausen, was es nicht so anstrengend macht und längere Episoden erlaubt. Zudem kann man bei der Vorbereitung und der späteren Bearbeitung die Aufgaben teilen.

Nachteile gibt es allerdings auch. So ist die Terminfindung schwieriger, da sich mehrere Personen abstimmen müssen. Technisch ist ein Co-Host Podcast zudem aufwändiger, sowohl bei der Aufnahme, als auch beim Schneiden.

Aber auch nicht so offensichtliche Dinge können später für Probleme sorgen. Wem gehört der Podcast? Das sollte man klären, denn es kann später diesbezüglich Ärger geben, gerade wenn der Podcast sehr erfolgreich wird.

Die Ziele, Pläne und Wünsche der Personen können unterschiedlich sein und das macht die Abstimmung nicht immer einfach. Das muss gut funktionieren und man muss hier immer wieder mal Kompromisse eingehen, ganz anders, als beim Solo Podcast.

Ein Nachteil kann zudem dann vorliegen, wenn die Stimmen der Personen zu ähnlich klingen. Das kann die Zuhörer stark verwirren.

Co-Host Podcast Beispiele

Es gibt, wie schon gesagt, sehr sehr viele Co-Host Podcasts. Hier ein paar Beispiele aus meinem Podcatcher.

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Meine Erfahrungen

Ich selber betreibe ja einen Solo Podcast. Ich habe immer mal wieder überlegt mit jemandem zusammen zu podcasten, aber das hat sich bisher nicht ergeben. Mein Zeitplan ist sehr straff und allein der terminliche Abstimmungsaufwand wäre deutlich höher.

Zudem wäre auch die Nachbearbeitung nicht ohne.

Als Gast habe ich allerdings schon an anderen Podcasts teilgenommen und im Grund war das dann zwar kein Co-Host Podcast, aber ich konnte Erfahrungen darin sammeln, mit anderen Personen aufzunehmen.

Für die Zukunft kann ich mir gut vorstellen einen Podcast mit jemand anderem zusammen zu machen. Mal schauen, wie das dann möglichst reibungslos und mit wenig Mehraufwand umsetzbar ist. Über meine Erfahrungen würde ich dann auf jeden Fall hier im Blog berichten.

Aufbau des Co-Host Podcast

Wie schon beim Solo-Podcast, gibt es auch beim Co-Host Podcast natürlich nicht DEN Aufbau einer Episode. Je nach Teilnehmern, Themen und mehr, unterscheiden sich die Episoden. Allerdings kann man in vielen Podcasts immer wieder einen ähnlichen Aufbau der Episoden erkennen.

  1. Intro
    Im Intro begrüßt man die Zuhörer und geht darauf ein, was es in dieser Episode gibt.
  2. private Gespräche
    Hier scheiden sich die Geister. Viele Zuhörer finden es interessant, wenn sich die Co-Hosts erstmal über private Dinge unterhalten, die in der letzten Zeit passiert sind. Das kann eine starke persönliche Ebene reinbringen, manch einen nervt es aber auch.
  3. Thema
    Meist hat eine Episode eines Co-Host Podcast nur ein Hauptthema, das nun behandelt wird. Dabei ist es oft ausführlicher, da die Teilnehmer ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen einbringen und es mehr zu einem Gespräch wird.
  4. Zusammenfassung
    Am Ende gibt es meist noch eine Zusammenfassung, um den Bogen vom Beginn der Episode zu schlagen.
  5. „Hausmeisterei“
    Unter „Hausmeisterei“ ist beim Podcasting* das Aufarbeiten von allgemeinen Themen, Fragen zur letzten Episode, interne News und ähnliches gemeint. Manche machen das am Anfang, andere am Ende der Episode.
  6. Outro
    Hier folgt die Verabschiedung, Hinweise auf soziale Medien, Vorschau auf die nächste Episode und so weiter.

Das ist aber nur ein grober Ablauf. Jeder kann den eigenen Co-Host Podcast natürlich so aufbauen, wie er oder sie es möchte. Es hilft aber sehr ein gewisses Format zu etablieren und immer wieder zu verwenden. Das spart zum einen Zeit und Arbeit bei der Erstellung einer Episode. Zum anderen mögen es viele Zuhörer, wenn es einen bekannten Ablauf der Episode gibt.

Wichtig ist, dass man gemeinsam einen Ablauf findet, der allen Teilnehmern zusagt.

So machst du einen Co-Host Podcast zu etwas Besonderem

Co-Host Podcasts leben vor allem von der Chemie zwischen den beteiligten Personen. Deshalb ist es wichtig, dass diese sehr gern zusammen aufnehmen und gut miteinander „funktionieren“.

Oft spricht man schon vor der Aufnahmen eine Weile miteiander, um in den Flow zu kommen und locker zu werden. Das merkt man dann beim Start der Aufnahme, da man nicht „kalt“ loslegt.

Weitere Tipps, um einen Co-Host Podcast zu etwas Besonderem zu machen:

  • Persönliche Ebene

    Durch die verschiedenen Personen, die meist privat befreundet sind, ergibt sich die Möglichkeit eine starke persönliche Ebene reinzubringen. Je nach Thema des Podcast sollte man das zwar nicht übertreiben, aber gerade dieser persönliche Aspekt macht einen Co-Host Pocast oft zu etwas Besonderem.

  • Moderation

    Mit mehreren Personen kann es leicht dazu kommen, dass ein gewisses Chaos entsteht. Deshalb sollte eine Person die Moderation übernehmen und versuchen der Episode eine gewisse Struktur zu geben. Zumindest, wenn es sich nicht um einen reinen „Laber-Podcast“ handelt, sondern ein bestimmtes Thema behandelt wird.

  • Interesse Einblicke

    Die verschiedenen Erfahrungen der Personen sollten genutzt werden. Interessante persönliche Einblicke tragen dazu bei, das Thema von verschiedenen Seiten zu betrachen. Zudem entstehen dadurch meist interessante Gespräche, die für die Hörer oft einen großen Mehrwert bieten.

  • Diskussion

    Und da man oft verschiedene Meinungen und Ansichten hat, sollte man auf jeden Fall Diskussionen zulassen. Diese machen es spannend und sorgen oft für mehr Engagement der Zuhörer. Haben alle Personen im Podcast immer dieselbe Meinung, ist das eher langweilig. Der Moderator muss hier aber aufpassen, dass es nicht chaotisch wird, denn dann ist es sehr schwer als Hörer zu folgen.

  • Wechselnde Besetzung

    Manche Co-Host Podcasts wechseln bei der Besetzung immer mal wieder. Da sind mal alle dabei, mal nur 2 Personen. Das kann sehr interessant sein und Abwechslung bringen. Zu viel wechseln sollte man aber nicht, da die beteiligten Personen ja auch Identifikationsfiguren sind. Man könnte auch je nach Thema immer in derselben Besetzung podcasten, weil die verschiedenen Teilnehmer eines Podcasts unterschiedliche Kompetenzen haben.

Fehler

Es gibt einige Fehler, die man bei Co-Host Podcasts vermeiden sollte:

  • Ein Mikrofon teilen
    Sitzt man in einem Raum, ist es verlockend nur ein Mikrofon zu nutzen. Das spart Geld und minimiert den technischen Aufwand. Durch unterschiedliche Abstände und Lautstärke der Personen wirkt sich das aber sehr negativ auf die Tonqualität aus. Mehrere Mikrofone machen oft Sinn, zusammen mit einem Audiointerface, um die Eingangssignale separat steuern zu können.

    Nimmt man online getrennt auf, dann ist eine Double-Ender Aufnahme zu empfehlen, bei der jeder die eigene Tonspur aufnimmt. In der Nachbearbeitung schneidet man diese dann zusammen.

  • Keine Moderation
    Das Thema Moderation habe ich oben schon angesprochen. Es ist sehr wichtig, dass eine Person dafür verantwortlich ist die Podcast-Aufnahme zu „steuern“, da sonst oft Chaos ausbricht. Abschweifungen können interessant sein, sollten aber nicht dazu führen, dass man komplett den Faden verliert.

    Der Moderator kann gern auch rotierend von Episode zu Episode wechseln, was für Abwechslung sorgt.

    Zudem sollten alle Beteiligten eine gewisse Disziplin mitbringen und den anderen Personen nicht reinsprechen bzw. sie ausreden lassen. Gerade bei Aufnahmen über das Internet kann es durch Verzögerungen genau dazu kommen, was den Hörgenuß stark mindert.

  • Kein Gleichgewicht
    Bei mehreren Personen sollten auch alle gleichmäßig zum Zug kommen. Eine Person sollte den Podcast nicht an sich reißen und 90% der Redezeit haben. Hier ist eine gewisse Zurückhaltung wichtig.

    Allerdings gibt es Formate, bei denen einen Person hauptsächlich redet, wie beim Podcast „Geschichten aus der Geschichte“, wo jeweils eine Person ein geschichtliches Ereignis schildert und die andere hin und wieder Fragen stellt.

Mikrofon-Empfehlung für den Co-Host Podcast

Co-Host Podcast - Tipps, Aufbau, Fehler, Beispiele ... - Blue YetiMan kann auch einen Co-Host Podcast mit nur einem Mikrofon aufnehmen. Das Blue Yeti eignet sich dafür z.B. recht gut, da es verschiedene Richtcharakteristik-Einstellungen gibt. So kann sich gegenüber sitzen und das Mikrofon dazwischen stellen.

Dennoch ist das oft nicht ideal. In vielen erfolgreichen Co-Host Podcasts nutzen die Personen jeweils ein eigenes Mikrofon. Das kann ein normales Mikro sein, wie das Rode Podcaster, welches kaum Nebengeräuche aufnimmt.

Aber auch ein Podcast Headset wird von manchen gern verwendet. Das hat zum einen den Vorteil, dass man nur sich selbst aufnimmt. Zum anderem hört man über den Kopfhörer die anderen. Das verhindert, dass man den Ton der anderen Person mit dem eigenen Mikrofon aufnimmt.

Kopfhörer sind deshalb gerade bei Online-Aufnahmen sehr wichtig.

Deine Erfahrungen mit Co-Host Podcasts

Zum Abschluss würde ich mich sehr über deine Erfahrungen mit dem Co-Host Podcast Format freuen.

Hörst du Podcasts, die von mehreren Personen gemacht werden? Was hältst du davon und magst du dieses Format?

Machst du selbst vielleicht sogar einen Co-Host Podcast? Wie sind deine Erfahrungen damit und welche Tipps kannst du geben?

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