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Solo Podcast – Tipps, Aufbau, Beispiele … Podcast-Formate #1

Nachdem ich vor kurzem 11 beliebte Podcast-Formate vorgestellt habe, möchte ich nun ausführlich auf diese schauen und sie einzeln vorstellen. Den Anfang macht der Solo Podcast, der oft anzutreffen ist.

Was diesen auszeichnet, was die Vorteile und Nachteile eines Solo Podcast sind und wie man diesen am besten umsetzt, erfährst du im Folgenden.

Zudem gehe ich auf Beispiele ein und schildere meine eigenen Erfahrungen. Natürlich freue ich mich sehr über dein Feedback dazu in den Kommentaren.

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Solo Podcast

Der Solo Podcast ist das wohl einfachste Format eines Podcasts und deshalb auch recht beliebt. Hier ist nur eine Person beteiligt, die während der gesamten Podcast-Episode spricht.

Es handelt sich also vor allem um einen Monolog, der aber durchaus aufgebrochen werden kann, indem z.B. Audionachrichten von Hörer eingespielt werden.

Die Planung und Vorbereitung eines Solo Podcast ist relativ aufwändig, da man bei vielen Themen nicht einfach drauflos spricht und sich mit einer anderen Person den „Ball zuspielen“ kann. Stattdessen muss man die ganze Zeit reden, was dafür sorgt, dass viele Solo Podcasterinnen mit einem Script arbeiten.

Für die Zuhörer kann ein Solo Podcast eintönig werden, gerade wenn dieser sehr lange dauert. Deshalb sollte man versuchen die Episoden hier eher etwas kürzer zu halten, wenn das möglich ist. Viele Solo Podcasts brechen das ein wenig auf, indem sie immer mal wieder ein Interview Format einschieben, um nicht in jeder Episode allein vor dem Mikrofon zu sitzen.

Der technische Aufwand für einen Solo-Podcast ist dagegen recht niedrig. Es reicht ein Mikrofon und eine einfache Aufnahmesoftware, wie z.B. Audacity. Der Schnitt ist verhältnismäßig einfach und auch die Terminfindung im Vorfeld ist weit einfacher, als bei einem Podcast mit mehreren Personen.

Solo Podcast Beispiele

Es gibt viele Solo-Podcasts. So z.B.:

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Meine Erfahrungen

#1 Solo Podcast - Tipps, Aufbau, Beispiele ...Ich selber podcaste seit mehr als 10 Jahren, mit einer kurzen Unterbrechung. Dabei bin ich hauptsächlich Solo Podcaster, denn ich habe einfach keinen Co-Host hier in der Nähe oder regelmäßige Gäste. Natürlich könnte man es auch über das Internet machen, aber das hat sich bisher einfach nicht angeboten.

Ich selber mag es sehr, ohne Termin-Stress meine eigenen Podcast-Episoden zu planen und diese dann auch aufzunehmen und zu veröffentlichen. Dabei ist die Planung je nach Inhalt einer Episode mal mehr und mal weniger umfangreich. Allerdings überlege ich mir im Vorfeld schon sehr gut, was ich sagen will und notiere mir Stichpunkte, damit ich nichts vergesse.

Fertige Texte gibt es in meinem Script aber nicht, denn das hört man und sowas funktioniert in der Regel nicht.

Ein weiterer Vorteil des Solo Podcast ist für mich die Flexibilität. Ich habe schon so viele unterschiedliche inhaltliche Ideen umgesetzt und kann dann aufnehmen, wenn es gerade passt. Das spart Zeit.

Ich halte den Solo Podcast für eine sehr gute Möglichkeit mit dem Podcasting* zu starten, selbst wenn man später dann in ein anderes Format wechselt. Man kann sehr schnell und einfach Erfahrungen sammeln.

Zudem eignet sich ein Solo Podcast auch mal für eine Zwischenepisode, wenn z.B. der Termin mit dem Interview-Partner geplatzt ist.

Aufbau des Solo Podcast

Natürlich ist der Aufbau eines Solo Podcast nicht festgeschrieben und jede Podcasterin bringt da ihre eigenen Ideen und Kniffe rein. Dennoch kann man einen groben Aufbau für einen Solo Podcast definieren.

  1. Intro
    Im Intro begrüßt man die Zuhörer und geht darauf ein, was es in dieser Episode gibt.
  2. „Hausmeisterei“
    Unter „Hausmeisterei“ ist beim Podcasting das Aufarbeiten von allgemeinen Themen, Fragen zur letzten Episode, interne News und ähnliches gemeint. Ich gehe z.B. vor dem eigentlichen Thema der Episode immer mal wieder auf Events in meinem Blog ein oder ähnliches.
  3. Thema A
    Meist hat eine Episode ein Hauptthema, das nun behandelt wird.
  4. Thema B
    Je nach Episode gibt es auch mehr als ein Thema, welche man durch einen Übergang voneinander abtrennen kann.
  5. Zusammenfassung
    Am Ende gibt es meist noch eine Zusammenfassung, um den Bogen vom Beginn der Episode zu schlagen.
  6. Outro
    Hier folgt die Verabschiedung, Hinweise auf soziale Medien, Vorschau auf die nächste Episode und so weiter.

So machst du einen Solo Podcast zu etwas Besonderem

Wie schon geschrieben, ist der Aufbau eines Solo Podcast natürlich nicht in Stein gemeißelt. Man kann und sollte einen eigenen Aufbau finden und versuchen, einen eigenen und wiedererkennbaren Stil umzusetzen.

Schließlich ist es wichtig, dass man mit dem eigenen Podcast aus der Masse herausragt, so dass neue HörerInnen angelockt werden.

Neben den konkreten Inhalten, auf die ich hier nicht eingehe, kann man auch beim Aufbau eines Solo Podcast Dinge anders machen oder zusätzliche Elemente nutzen, um diesen zu etwas Besonderem zu machen.

  • Themen-Fokus
    Um nicht zu lange Episoden solo aufzunehmen, solltest du dich auf ein konkretes Thema konzentrieren. Das spart zudem Zeit bei der Vorbereitung und Bearbeitung.
  • Einspieler
    Um den eigenen Monolog etwas aufzubrechen und abwechslungsreicher zu machen, kann man Einspieler nutzen. Das können von Hörern eingesendete Aufnahmen sein, aber auch Ausschnitte anderer Podcasts (mit Genehmigung) oder z.B. Medien-Ausschnitte. Bei letztem muss man auf das Urheberrecht achten und am Besten die Erlaubnis des Rechtinhabers für kurze Ausschnitte (5-20 Sekunden) einholen.

    Alternativ kann man auch Kommentare oder ähnliches vorlesen, was ebenfalls eine gewisse Abwechslung ist.

  • Locations
    Einige Solo Podcaster nutze die Flexibilität und nehmen an immer anderen Locations auf. Das kann draußen sein, im Auto oder auf einer Messe.
  • Knackige Segmente
    Statt ein Hauptthema zu haben, welches 45 Minuten dauert, könnte man dieses in knackige Segmente unterteilen, die jeweils vielleicht nur 15 Minuten dauern. Auf diese Weise lockert man das Solo Podcast Format etwas auf. Oder man teilt so eine längere Episode gleich in mehrere Episoden auf.
  • Soundeffekte und Musik
    Durchaus denkbar ist auch der Einsatz von Soundeffekten, damit neben der eigenen Stimme auch was anderes zu hören ist. So z.B. für Übergänge zwischen den Segmenten.

    Und auch Musik kann gut sein, um kurze Sprachpausen zu überbrücken oder als Hintergrundmusik. Damit muss man aber vorsichtig sein und Urheberrechte beachten.

  • Persönliche Einblicke
    Als Solo Podcaster sollte man auf jeden Fall viel von sich selbst einbringen und immer mal wieder über kleine Geschichte, Erfahrungen etc. sprechen. Das lockert dieses Format ebenfalls auf.
  • Direkter auf Hörer eingehen
    Da man hier nicht mit einer anderen Person spricht, sondern direkt zu den Hörern, kann und sollte man direkter auf die Hörer eingehen. So kann man zum Beispiel eine konkrete Frage einer Hörerin beantworten.

Welches Podcast Format findest du am besten?

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Mikrofon-Empfehlung für den Solo Podcast

Für Aufnahmen eines Solo Podcast eignet sich ein Großmembranmikrofon, wie das Rode Podcaster, sehr gut. Das nutze ich schon sehr lange und bin damit sehr zufrieden.

Der Sound ist sehr angenehm und warm, aber auf Grund der Empfindlichkeit ist ein kleiner und schallunemfindlicher Raum notwendig. Bücherregale oder ähnliches an den Wänden helfen sehr dabei einen guten Ton sicherzustellen.

Deine Erfahrungen mit Solo Podcasts

Zum Abschluss würde ich mich sehr über deine Erfahrungen mit dem Solo Podcast Format freuen.

Hörst du Podcasts, die von nur einer Person gemacht werden? Was hältst du davon?

Machst du selbst vielleicht sogar einen Solo Podcast? Wie sind deine Erfahrungen damit?

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