Was ist das beste Podcast Hosting und worauf kommt es an?

Warum ein separates Podcast Hosting notwendig ist und worauf man dabei achten sollte, erläutere ich in diesem Artikel.

Zudem stelle ich verschiedene Podcast-Hoster vor und schildere meine eigenen Erfahrungen.

Warum braucht man ein Podcast Hosting?

Als Einsteiger ins Podcasting könnte man durchaus auf die Idee kommen, die eigenen Podcast-Episoden auf dem eigenen Webspace abzulegen, wo auch euer Blog ist.

Das mag bei den ersten 10 oder 20 Hörern auch noch funktionieren, aber wenn man dann irgendwann hunderte oder tausende Abonnenten hat, dann wird es Probleme geben. Viele Webspace-Angebote limitieren nicht nur die Menge an Daten, die in einem bestimmten Zeitraum gesendet werden, sondern gehen auch in die Knie, wenn zu viele große Dateien heruntergeladen werden. Aus diesem Grund verbieten viele Hoster sogar das Hosten von Audio- oder Video-Dateien.

Hier kommen die speziellen Podcast-Hoster ins Spiel, die darauf spezialisiert sind.

Kostenloses Podcast-Hosting

Es gibt Möglichkeiten kostenlos die eigenen Podcast-Episoden zu hosten. So bietet z.B. der amerikanische Online-Service Anchor das kostenlose Hosting von beliebig vielen Podcast-Episoden an.

Anchor Podcast Hosting

Dazu bietet der Service noch weitere Features, wie Statistiken, Werbepartnerschaften, Schnitttools und eine App, mit der man die Podcasts mit dem Smartphone aufnehmen kann. Das ist auf jeden Fall spannend, aber man begibt sich da auch in eine gewisse Abhängigkeit. Zudem ist der Service in den USA beheimatet, was unter anderem aus Datenschutz-Sicht problematisch für deutsche Podcaster ist.

Andere kostenlose Podcast-Hoster sind z.B. PodBean und Soundcloud. Allerdings sind da die kostenlosen Möglichkeiten eingeschränkt und wer richtig podcasten will, muss auch wieder Geld ausgeben. Zudem stammen auch diese Services aus den USA.

Unter dem Strich ist es zwar möglich kostenloses Podcast Hosting zu erhalten, aber man muss den einen oder anderen Nachteil in Kauf nehmen.

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Kostenpflichtiges Podcast Hosting

Neben den oben schon genannten Services, die auch kostenpflichtige Tarife anbieten, gibt es weitere Anbieter. So z.B. Podcaster.de aus Deutschland. Dieser bietet verschiedene Pakete an, unter denen man je nach Bedarf auswählen kann.

Es geht bei 1 Euro pro Monat los, wobei hier nicht nur der Speicherplatz auf 50 MB pro Monat beschränkt ist, sondern auch kaum Zusatzfeatures zur Verfügung stehen. Für 5 Euro im Monat gibt es aber schon 250 MB pro Monat, was für einige Episoden reicht und man kann bis zu 3 Podcasts anlegen.

Wer noch mehr Features und Speicher benötigt, wird hier auch fündig. Positiv ist hier zudem, dass SSL-Verschlüsselung unterstützt wird und sich der deutsche Anbeiter an die DS-GVO hält. Die Intergration von externen Podcast-Diensten, wie Google Podcasts oder Apple Podcasts, ist hier ebenfalls enthalten.

Wer möchte, braucht auch gar keinen eigenen Webspace, sondern kann Episoden-Artikel, Podcast-Feed, Anmeldung bei diversen Podcast-Services und so weiter über Podcaster.de machen. Dafür gibt es z.B. auch einen Web-Player.

Meine Erfahrungen mit Podcaster.de

Ich habe lange überlegt, welches Podcast-Hosting ich nutzen soll. Das ist eine dauerhafte Entscheidung, da man nicht einfach so ändern kann und sollte.

Mit meiner Entscheidung für Podcaster.de bin ich bis heute sehr zufrieden. Die Oberfläche ist teilweise noch etwas altbacken, auch wenn dort gerade eine Überarbeitung stattfindet und Teile schon im neuen Layout erstrahlen.

Podcaster.de Podcast Hosting

Der Service ist sehr zuverlässig, vom Preis her okay und bietet unter anderem Statistiken und einen eigenen Feed an.

Podcaster.de - Podcast Hosting Statistiken

Weitere deutsche Podcast-Hoster

Daneben gibt es noch weitere deutsche Service für das Podcast Hosting. So z.B. Podigee, die nicht nur das Hosting anbieten, sondern auch ein eigenes WordPress-Plugin, Audio-Encoding, Statistiken und mehr. Allerdings geht es dort erst bei 12 Euro pro Monat los und da ist die Download-Zahl auf 20.000 beschränkt. Für mehr Geld bekommt man natürlich mehr Features.

podHost bietet einen günstigeren Einstieg. Ab 1,50 Euro geht es hier los. Dafür stehen die wichtigsten Funktionen zur Verfügung, aber auch nicht mehr.

Im englischsprachigen Bereich gibt es noch Libsyn, Podomatic, Buzzsprout und andere. Auch diese bieten eine guten Service, liegen aber wiederum nicht in Europa.

Übrigens kann man bei bekannten Plattformen, auf denen man Podcasts hören kann, wie iTunes, Google Podcasts, Spotify und Stitcher den eigenen Podcast nicht hosten. Die übernehmen nur die Daten (und teilweise die Dateien) von einem richtigen Podcast-Hoster.

Podcast Hosting und Podlove

Man kann, wie gesagt, bei manchen Podcast-Hostern alles machen und braucht keinen eigenen Webspace. Dann ist man aber auch abhängig von diesem Service, was z.B. die Podcast-Feed URL angeht. Wenn der Podcast Hoster mal zumacht, dann hat man ein Problem.

Deshalb nutze ich das WordPress Plugin Podlove auf meinem eigenen Blog. Damit kann ich eine Podcast-Feed-URL nutzen, die meine eigene Domain beinhaltet und bin unabhängig vom Podcast Hoster.

Zudem habe ich so mehr Einfluss auf die Episoden.Artikel und generell auf die Gestaltung meines Podcasts.

Fazit

Das beste Podcast Hosting gibt es nicht, denn die unterschiedlichen Anbieter setzen verschiedene Schwerpunkte und bieten besondere Funktionen an.

Man sollte beim Start eines neuen Podcasts deshalb genau überlegen, was man benötigt und auf was man besonderen Wert legt. Schließlich wäre ein späterer Umzug zu einem anderem Podcast-Hosting-Service nur sehr aufwändig möglich und kann auch den Verlust von Abonnenten bedeuten.

Welche Podcast Hosting Service nutzt ihr und warum?

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