Mit einem Podcast Geld zu verdienen ist möglich, aber wie viel? Das ist nicht so einfach zu beantworten.
Ich habe mir mal angeschaut, wie wie viel Geld man mit 1.000, 5.000 und 10.000 Downloads pro Podcast-Episode verdienen kann.
Dabei gehe ich unter anderem darauf ein, welche Einnahmequellen hierfür in Frage kommen und welche weiteren Faktoren eine wichtige Rolle spielen.
Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen zum Geld verdienen mit einem Podcast in den Kommentaren.
Erfahrungen und Faustformel für Podcast-Einnahmen
Ich selbst podcaste seit gut 20 Jahren und habe in der Zeit viele Erfahrungen sammeln können. Natürlich hat sich über die Jahre auch viel verändert, gerade was das Geld verdienen mit Podcasts angeht.
Als Ausgangspunkt für diesen Beitrag nehme ich eine Faustformel, die viele Podcast-Experten angeben. Diese besagt, dass der Pocast-CPM zwischen 10 und 20 Euro liegt (CPM = Cost Per Mille = Kosten pro 1000 Impressionen, die Werbekunden zahlen).
Das bedeutet also, dass man mit 1.000 Episoden-Downloads zwischen 10 und 20 Euro verdienen kann. Das ist aber nur eine Faustformel, denn wer es zum Beispiel schafft 5% seiner Abonnenten zu einer Steady*/Patreon Unterstützung von 5 Euro pro Monat zu bewegen, der verdient allein dadurch mit insgesamt 10.000 Abonnenten immerhin 2.500 Euro. Zudem bezieht sich der CPM-Wert im Kern auf Werbeschaltungen, aber Podcastern stehen ja noch andere Einnahmequellen zur Verfügung.
Die Frage, was man mit 1.000, 5.000 und 10.000 Downloads pro Podcast-Episode verdient, ist also nicht so einfach durch eine Faustformel zu beantworten.
Wie viel Geld verdient man mit 1.000, 5.000 und 10.000 Downloads pro Podcast-Episode?
Deshalb habe ich etwas genauer analysiert, wie viel Geld man mit einer unterschiedlichen Anzahl an Downloads pro Episode verdienen kann.
Einnahmen bei 1.000 Downloads pro Episode
1.000 Downloads pro Podcast-Episode klingt erstmal gar nicht so viel, aber sicher werden viele von euch bestätigen können, dass selbst dieser Wert nicht so einfach zu erreichen ist.
Wenn man mit dem eigenen Podcast startet, freut man sich schon tierisch über die ersten 20 Hörer. Doch wenn man dran bleibt und ein Podcast-Thema hat, dass halbwegs viele Menschen interessiert, dann ist es gut möglich 1.000 Downloads pro Episode zu erreichen.
Die Einnahmen pro Episode liegen laut meiner Erfahrung hier bei 20–60 Euro (= CPM)
Meist ist der eigene Podcast mit diesen Download-Zahlen noch kein echtes Business, sondern eher ein Hobby. Und meist ist man einer der kleineren Podcasts in der Nische.
Deshalb ist es sehr schwer Sponsoren zu bekommen.
Und auch Werbung bringt hier nicht so viel, wenn man denn überhaupt bei einem Netzwerk für Werbeschaltungen akzeptiert wird. Schafft man dies, dann kann man pro Spot 15–30 Euro verdienen.
Am realistischsten ist aber zum einen das Affiliate Marketing als Einnahmequelle. Indem man passende Produkte per Affiliatelink verlinkt, bekommt man eine Provision für Verkäufe. Das kann, je nach Produkt und Provisionshöhe, schon ganz ordentliche Einnahmen bringen.
Die zweite Einnahmequelle, die schon gut funktionieren kann, ist das Crowdfunding*. Damit sind vor allem Steady und Patreon gemeint. Diese Plattformen erlauben es monatliche Unterstützer zu gewinnen, die einen kleinen Eurobetrag zahlen. Dabei hilft es sehr, wenn man ihnen exklusive Inhalte bietet.
Schon 20 Unterstützer für je 5 Euro im Monat bringen 100 Euro Einnahmen pro Monat.
Die Frage, die sich bei 1.000 Downloads pro Episode steht, ist folgende: Lohnt es sich überhaupt den Podcast schon zu monetarisieren? Die Einnahmen sind noch sehr überschaubar und viele Einnahmequellen sind nicht ideal für das Podcast-Wachstum, denn sie könnten neue potentielle Podcast-Abonnenten abschrecken (ganz besonders Werbung).
Geht hier also vorsichtig mit den Affiliatelinks und dem Crowdfunding um.
Einnahmen bei 5.000 Downloads pro Episode
Die Schwelle von 5.000 Downloads pro Episode zu knacken ist schon ein richtig guten Meilenstein und nicht so einfach zu erreichen. Dafür braucht man einen langen Atem und muss einen wirklich einzigartigen Podcast aufbauen, der sich an eine relativ große Zielgruppe richtet.
Hat man 5.000 Downloads pro Episode allerdings erreicht, bieten sich einem deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten.
Die Einnahmen pro Episode liegen hier bei 150–400 Euro (30-80 Euro CPM)
Das liegt ganz einfach daran, dass man mehr Einnahmequellen zur Verfügung hat und diese auch noch mehr abwerfen. Das Affiliate Marketing und auch das Crowdfunding skalieren sehr gut mit der Anzahl der Downloads, was einfach mehr Einnahmen bedeutet.
Zudem wird man ab solchen Download-Zahlen interessant für erste Sponsoren. Ein Werbespot/Sponsorspot kann zwischen 75 und 200 Euro bringen, was schon ordentlich ist. Auch hier hängt es natürlich schon sehr vom Podcast-Thema ab, welche Sponsoren sich finden lassen und was diese bereit sind zu zahlen.
Weitere neue Einnahmequellen können eigene Produkte oder Online-Kurse sein. Es lohnt sich ab solchen Downloadzahlen diese Dinge anzubieten, denn selbst wenn nur 1% der Hörer sie kauft, sind das pro Episode 50 Personen.
Einnahmen bei 10.000 Downloads pro Episode
Richtig lohnend wird es ab 10.000 Downloads pro Podcast-Episode. Ab hier wird es ein solides Business, von dem man vielleicht noch nicht allein leben kann, aber man hat sehr ordentliche Einnahmen.
Mit diesen Download-Zahlen ist man in vielen Themen-Gebieten ein Top-Podcast und in manchen sogar der Marktführer.
Die Einnahmen pro Episode liegen hier bei 400–1.000 Euro (40-100 Euro CPM)
Diese Zahl an Episoden-Downloads sorgt zum einen dafür, dass die weiter oben schon genannten Einnahmequellen noch mehr einbringen.
Zudem ist man in einer guten Verhandlungsposition mit Sponsoren und Vermarktungsnetzwerken. Das bedeutet, dass man relativ gut Werbepartner findet, die bereit sind pro Spot 200 bis 500 Euro zu bezahlen.
Hinzu kommen weitere neue Einnahmequellen, wie Consulting für Unternehmen oder auch Speaker-Angebote auf Veranstaltungen. Und auch Produktsponsoring (Testmuster) sollte man nicht außer acht lassen.
Hat man diese Download-Zahlen erreicht, dann besteht eine sehr gute Chance auf weiteres Wachstum (wenn es die Nische hergibt), denn erfahrungsgemäß abonnieren Menschen eher Podcast mit mehr Abonnenten. Es wird also (ein wenig) zum Selbstläufer.
Übersicht
Hier nochmal die geschätzten Einnahmen.
| Downloads | Einnahmen pro Episode | Bewertung |
|---|---|---|
| 1.000 | 20–60 Euro | Hobbyprojekt |
| 5.000 | 150–400 Euro | erste gute Monetarisierung |
| 10.000 | 400–1.000 Euro | solides Side-Business |

Ganz wichtig ist dabei zu wissen, dass die Bandbreite groß ist und es nicht allein auf die Reichweite ankommt, also die Zahl der Episoden-Downloads.
Die Nische, also das Thema, des eigenen Podcasts ist sehr sehr wichtig. Ein Business-Thema oder eine spezielle kaufkräftige Zielgruppe bringt deutlich höhere CPMs, als andere Themen. Selbstständigkeit, Finanzen, Software aber auch zum Beispiel beliebte Hobbies, bei denen die Menschen bereit sind viel Geld auszugeben, können sehr lukrativ sein.
1.000 Downloads in einer lukrativen Nische können also mehr Wert sein als 10.000 Downloads in einer sich eher schlecht zu monetarisierenden Nische.
Fazit
Die Zahl der Einnahmequellen steigt mit einer höheren Download-Anzahl an.
Dabei gibt es Einnahmequellen, die relativ linear mit der Zahl der Download steigen (Affiliatelinks, Werbung). Andere Einnahmequellen werden dagegen erst verfügbar und auch lukrativer mit mehr Downloads (Sponsoring, eigene Produkte).
Richtiges Geld verdient man als Podcaster meist erst ab rund 5.000 Downloads und lukrativ wird es meist erst ab 10.000 Downloads.
Die wichtigsten Faktoren sind dabei die thematische Nische, die aufgebaute Community und der USP (Alleinstellungsmerkmal).
Und wer seine Einnahmen wirklich maximieren möchte, muss auf mehrere Einnahmequellen setzen.
Ich hoffe diese Übersicht hilft euch dabei das finanzielle Potential eures Podcasts besser einzuschätzen und auch die Möglichkeiten besser auszunutzen. Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen in den Kommentaren.
Weitere Infos und Tipps findet ihr hier: Wie viel Geld verdient man mit 1.000, 5.000 und 10.000 Podcast-Abonnenten?


